Schützenfest 2014

Schützen sagen Festumzug ab

- Am Sonntag bequeme Fahrt mit Bus zum Festplatz -

Die Gastgeber und die Musikzüge wurden beim Marsch zum Sportplatz klitschnass. Diese Erfahrung blieb den befreundeten Vereinen erspart.

Gristede. Spontan abgesagt haben am Sonntag die Gristeder Schützen den Festmarsch anlässlich ihres 102. Schützenfestes vom Sportplatz zum Festzelt. Zuvor hatte es bereits wie aus Eimern geregnet. Die Aktiven des Schützen- und Heimatvereins Gristede sowie des Spielmannszuges Wiefel­stede und des Markhauser Musikvereins wurden beim Marsch zum Sportplatz, wo die auswärtigen Vereine aus Wiefelstede, Metjendorf und Aschhausen empfangen werden sollten, derart nass, dass der anschließende Umzug buchstäblich ins Wasser fiel: Die Teilnehmer fuhren mit Bussen zum Festplatz und ließen dort das Schützenfest gemütlich ausklingen.

Mit Teenie-Disco und Summer-Party am Freitag sowie dem Königsball am Sonnabend, an dem auch die Schützenvereine aus Wiefel­stede, Aschhausen und Linswege-Petersfeld teilnahmen, kam das Gesellige in Gristede nicht zu kurz. Und am Sonnabendnachmittag empfingen die Gristeder sogar höchsten Besuch: Graf Anton Günther kam mit seinem Knappen hoch zu Ross und warb für den bevorstehenden Oldenburger Kramermarkt. Begrüßt wurde er auch von Wiefelstedes stellvertretender Bürgermeisterin Katharina Dierks. Bevor die Schützen ihm zu Ehren die Hymne „Heil Dir, oh Oldenburg anstimmten, versorgte Vereinsvorsitzender Dieter Warntjen die Rösser der Gäste jedoch erst einmal mit saftigen Möhren. Zumindest die Gristeder Schützen konnten zuvor gemeinsam mit dem Spielmannszug Wiefel­stede regenfrei marschieren. Sie hatten auch die Kinder des Ortes abgeholt, die von König Heinz Bruns vorm Festzelt mit Süßigkeiten versorgt wurden.

Am Sonntag fand im Festzelt auch die Übergabe des Gemeindepokals statt, der jährlich zwischen den Schützenvereinen aus der Gemeinde (Wiefelstede, Metjendorf und Gristede) ausgeschossen wird. Bürgermeister Jörg Pieper übergab den Pokal an die Metjendorfer Schützen: Sportleiter Uwe Schütte nahm die Trophäe stellvertretend entgegen.

Sehr nervös sei er bei der Deutschen Meisterschaft in München gewesen, berichtete am Rande des Schützenfestes Dominik Kuck. Er war erstmals in München dabei, schaffte in der Disziplin Freie Pistole für Gristede Platz 32 und mit der Luftpistole für Ocholt-Howiek Platz 48. „Es war toll", fasste er seine Eindrücke zusammen.

Quelle: NWZ vom 1. September 2014 (Claus Stölting)

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