Schützenfest 2012



Neue Fahne für neues Jahrhundert
- Gristeder Schützen feiern mit vielen Gästen ein rundum gelungenes Fest / Erstmals wurden auch eine Dorfkönigin und ein Dorfkönig ermittelt. Es sind Irma Watermann und Alwin Ziese

Gristede. Marschieren ohne Musik? Das geht doch nicht. So langsam wurden die Schützen nervös am Sonntagmittag gegen 13 Uhr. Der Sternmarsch anlässlich des Gristeder Jubiläumsschützenfestes sollte eigentlich beginnen, 19 Vereine und zwei Musikzüge standen bereit, um sich auf den Weg zum Sportplatz zu begeben. Doch wo blieb nur der Markhauser Musikverein? Die steckten im Bad Zwischenahner Verkehrschaos  fest, wo aufgrund des Triathlons viele Straßen gesperrt waren...

Dann endlich mit einiger Verspätung tauchten die Musikanten auf, schnappten sich ihre Instrumente und die Züge setzten sich aus drei Richtungen in Bewegung. Auch der Spielmannszug Wiefelstede und der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen sorgten neben den Markhausern für die Musikalische Begleitung. Beinahe auf die Minute genau kamen sie gleichzeitig am Ziel an und marschierten hintereinander weg auf die grüne Wiese.

„Es musste wohl irgendetwas schiefgehen“, meinte Pressewart Marco Bruns später lachend, „dann bleibt der Tag besser in Erinnerung“. Schließlich feiert der Schützen- und Heimatverein Gristede in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Und so ging auch alles andere glatt an diesem Schützenfestwochenende.

Am Freitagabend hatte das diesjährige Jubiläumsfest mit der Schlagernacht begonnen und ging dann am Sonnabend wie gewohnt mit dem Marsch der Schützen durch das Dorf weiter. Nach der Kranzniederlegung am Denkmal wurden die Kinder am Buswartehäuschen eingesammelt und zum Festplatz begleitet, wo dann auch die Proklamation der Schüler- und Jugendkönige sowie erstmals der Dorfkönigin und des Dorfkönigs stattfand. Dorfkönigin wurde Irma Watermann, Dorfkönig Alwin Ziese.

„Es war ein schöner Festmarsch. Das Dorf war wunderbar geschmückt und das Wetter bestens“, freute sich Marco Bruns am Sonntag. Auch der Königsball am Abend wurde zu einer gelungenen Veranstaltung. Im vollen Festzelt feierten rund 350 Gäste bis in die Nacht hinein ausgelassen.

Mit dem Sternmarsch und der Fahnenweihe am Sonntag folgte schließlich der nächste Höhepunkt des Jubiläumsschützenfestes. Zahlreiche Dorfbewohner waren gekommen, um sich das Spektakel mit rund 500 Teilnehmern aus 19 Ammerländer Schützenvereinen und drei Musikzügen anzusehen. „Ein wirklich beeindruckendes Bild“, staunten Petra und Andreas Riese über die vielen Menschen auf dem Platz, „und es ist alles so förmlich“.

Aufregend wurde es besonders für den Schützen- und Heimatverein Gristede bei der anschließenden Fahnenweihe. Nach 56 Jahren ließ Pfarrer Dr. Tim Unger die bisherige Vereinsfahne einrollen und stellte sie damit offiziell außer Dienst. Feierlich wurde dann die neue Fahne ausgerollt und geweiht. Als Zeichen der Zusammengehörigkeit soll diese nun über dem Verein wehen. Nachdem Bürgermeister Helmut Völkers und der Vizepräsident des Oldenburgischen Schützenbundes (OSB), Peter Wiechmann, ihre Grüße überbracht hatten, setzte sich ein wirklich eindrucksvoller Zug in Bewegung in Richtung Festplatz. „Eine tolle Veranstaltung“, fand Teilnehmerin Martina Nustede vom Schützenverein Neusüdende. „Sie war so gut organisiert und es ergab wirklich eine besondere Stimmung, mit so vielen Schützen dort auf dem Platz zu sein.“

Quelle: NWZ 04.09.2012 (Kathrin Janout)


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